Vor einer weiß, gefliesten Wand steht rechts ein grüner Eimer mit verschiedensten Putzwerkzeugen und Putzmitteln.
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Hauswirtschafter*in

Hauswirtschafter*innen arbeiten in einem breiten Spektrum von Betrieben und betrieblichen Kontexten, in denen sie hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsdienstleistungen erbringen.

Vor einer weiß, gefliesten Wand steht rechts ein grüner Eimer mit verschiedensten Putzwerkzeugen und Putzmitteln.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Hauswirtschafter*innen arbeiten in einem breiten Spektrum von Betrieben und betrieblichen Kontexten, in denen sie hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsdienstleistungen erbringen. Dabei handelt es sich unter anderem um Einrichtungen der Alten-, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, um Wohngruppen, Schulen, Kindergärten, Kureinrichtungen und Krankenhäuser sowie um Privathaushalte und landwirtschaftliche Unternehmen. Darüber hinaus sind sie auch in Beherbergungsbetrieben, Tagungshäusern und gastronomischen Einrichtungen, Dienstleistungszentren und Quartieren sowie als selbständige Fachkräfte tätig.

Gestiegene Kunden- und Qualitätsansprüche, zunehmende Komplexität von Versorgungs- und Betreuungsdienstleistungen, Arbeiten in gemischten Teams sowie die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung haben die Rahmenbedingungen der Tätigkeit von Hauswirtschafter+innen seit der letzten Neuordnung im Jahr 1999 zunehmend verändert. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund zielt die Neuordnung auf die Vermittlung eines breiten Spektrums an Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten, das auf eine Berufstätigkeit in unterschiedlichen beruflichen Tätigkeitsfeldern vorbereitet.

Strukturell lösen die drei Schwerpunkte „personenbetreuende Dienstleistungen“, „serviceorientierte Dienstleistungen“ und „ländlich-agrarische Dienstleistungen“ die bisherigen Einsatzgebiete ab und konturieren den anerkannten Ausbildungsberuf dadurch deutlicher. Gegenstand der Neuordnung war zudem die Wahl einer angemessenen Berufsbezeichnung sowie die inhaltliche Abgrenzung gegenüber anderen Berufen, insbesondere aus dem Pflegebereich.

In einem Badezimmer mit Badewanne säubert eine Hauswirtschafterin die Oberflächen der Wanne mit Lappen und Putzmittel. Die Hände sind geschützt in Putzhandschuhen.

Gehalt

Durchschnittliche tarifliche monatliche Ausbildungsvergütung 2023 nach Lehrjahr (Westdeutschland)

  1. Lehrjahr: 1.010 €
  2. Lehrjahr: 1.085 €
  3. Lehrjahr: 1.146 €

Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Personen-, zielgruppen- und situationsorientiertes Ermitteln hauswirtschaftlicher Betreuungs- und Versorgungsbedarfe, Erbringen hauswirtschaftlicher Betreuungsleistungen, Planen von Verpflegung, Zubereiten und Servieren von Speisen und Getränken, Reinigen, Pflegen und Gestalten von Räumen und Wohnumfeld, Einsetzen, Reinigen und Pflegen von Textilien, Planen, Durchführen und Bewerten hauswirtschaftlicher Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Kundenorientierung und Verbraucherschutz sowie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, Beschaffen, Lagern und Einsetzen von Geräten und Maschinen sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, Kalkulieren, Herstellen und Vermarkten hauswirtschaftlicher Produkte und Dienstleistungen, Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen und Hygienemaßnahmen, Arbeiten im Team und Kooperieren mit angrenzenden Zuständigkeitsbereichen, Anleiten von Personen und Mitwirken bei der Personaleinsatzplanung, Personen-, zielgruppen- sowie situations- und lösungsorientiertes Gestalten von Kommunikationsprozessen, Anwenden der Möglichkeiten von Digitalisierung, Anwenden von Vorschriften zum Datenschutz und zur Informationssicherheit.

Vorbildung der Neu-Azubis

In der folgenden Grafik siehst du, welche Schulabschlüsse die Azubis in dem Ausbildungsberuf hatten.

  • ohne Hauptschulabschluss - 5%
  • mit Hauptschulabschluss - 49%
  • Realschulabschluss - 35%
  • Hoch-/Fachhochschulreife - 7%
  • im Ausland erworben, nicht zuzuordnen - 4%

Die Entwicklung der Ausbildungsplätze

In der folgenden Tabelle siehst du, wie sich die Ausbildungsplätze über die letzten Jahre entwickelt und verändert haben.

2008 2020 2021 2022
Anzahl der Neuabschlüsse 2379 723 672 558
Anteil Männer 5,55% 11,62% 11,61% 11,83%
Anteil Frauen 94,45% 88,38% 88,39% 88,17%
Vertragsauflösungen im Jahr 681 288 270 258

Quelle: bibb.de

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